Im Grunde beschreibt das ganze Buch das Thema "Planung", dennoch sollte man für seinen "eigenen" Ausbau eine Planung anfertigen und weitere Details planen. Es wird zunächst der Grundriss geplant und gezeichnet. Danach werden einzelne Details der Planung durchdacht. Auf diese Art und Weise entsteht langsam ein virtuelles Bild vom Ausbau, und man weiß, in welcher Reihenfolge man vorgehen kann oder möchte. Zu Beginn der Planung gilt es sehr viel zu bedenken, aber nach und nach löst sich der Knoten. ... Die Holzplatten haben in der Regel die Maße 122 cm breit und 244 cm lang. Wer die einzelnen Bauteile auf dieses Maß aufteilt, der kann so in etwa ermitteln, wie viele dieser Platten er benötigt, Auch die Elektronik sollte detaillierter geplant werden. So kann die spätere Kabelführung vereinfacht und auch später noch nachvoll-zogen werden, wo welches Kabel hingehört. Nun kann mit Klebestreifen der Möbelbau sozusagen 1 zu 1 als Grundriss auf diese Bodenplatte aufge-bracht werden. Man erhält so ein ungefähres Raum-gefühl und kann noch kleine Änderungen vornehmen. ... Relativ zu Anfang, sollte mit dem Bad begonnen werden, da hierfür meist die größeren Seiten- und Frontplatten benötigt werden. Zunächst werden die Seitenplatten ausgeschnitten und an die Karosserie-wölbung angepasst. Danach werden diese an Boden und Seitenholmen mit Winkel oder Hilfsleisten befestigt. Die Einbautoilette bzw. auch die Duschtasse werden installiert und danach wird die Frontplatte eingesetzt. Zuvor muss noch der Ausschnitt für die Tür, evtl. auch Serviceklappe, vorgenommen werden. ... Nachdem die Planung erstellt und weitesgehend abgeschlossen ist, geht es an den Ausbau zum Campingbus. Es ist einfacher als oft angenommen. Handwerkliche Grundkenntnisse und etwas Werkzeug sollten jedoch schon vorhanden sein. Geräte, die viel gebraucht werden, also Stichsäge, Bohrer und auch der Akkuschrauber oder die Bohrmaschine sollten schon von etwas besserer Qualität sein, denn mit allzu billigem Werkzeug kann keine Freude am Ausbau aufkommen. Aufgrund der Planung können die Fenster bestimmt und eingebaut werden, evtl. durch eine Caravanfachwerkstatt. Auch Dachluken, die Öffnung für die Toilettenentnahme nach außen, sofern geplant, und die Stromeingangsbuchse können schon gesetzt werden. Das Fahrzeug wird von allen Abdeckungen befreit – auch von der Innendachabdeckung im Führerhaus, gründlich gereinigt und danach isoliert. Eine Bodenplatte im Frachtraum sollte vorhanden sein oder eingebaut werden. Nun beginnt der Möbelbau. Zunächst werden einige Hilfsbretter eingezogen, also an die Fahrzeugholme angebracht. Hieran können die einzelnen Möbelplatten gut mit Winkeln befestigt werden. Große Möbelplatten sollten zeitnah eingesetzt werden, da sie sonst später vielleicht  nicht mehr in das Fahrzeug gebracht werden können, weil beispielsweise die Küche den Eingang blockiert.  Insbesondere gilt das meistens für die Frontplatte des Toilettenraumes. Zu genau sollte bei der Anpassung an die Karosserie nicht gearbeitet werden.  Der Satz klingt an dieser Stelle etwas merkwürdig, ich weiß. Dennoch, in Gebrauch arbeitet ein Fahrzeug und ganz besonders ein Kastenwagen. Er verwindet sich, wenn z.B. einen Bürgersteig hochgefahren wird oder auf schlechten Strassen, z.B Campingzufahrten oder Bodenwellen. Wer hier eine Möbelplatte millimetergenau an die  Karosserie angepasst hat, der darf sich über ein gewissen Quietschen nicht wundern. Meist wird mit dem Gaskasten begonnen. Auch alle Möbel, bei denen es auf ein exaktes Maß ankommt, sollten relativ zu Anfang eingebaut werden. Schränke füllen dann den Rest aus. Hier ist es nicht ganz so schlimm, wenn er statt der geplanten 55 cm dann tatsächlich nur 52 cm oder 57 cm  breit ist. Einzelne Möbelplatten können gut mit Eckprofilen verbunden werden. Sie sind einfach zu installieren und haben eine runde, gepolsterte Kante. Auch an solchen Kanten kann man sich noch empfindlich genug den Kopf stoßen. Zeitgleich werden die Einbaugeräte installiert und später an Strom angeschlossen. Alle Möbel werden miteinander verschraubt und bilden so, nach und nach, einen gesamten großen Möbelkorpus, der sich auch gegenseitig stützt und hält. Alle noch sichtbaren Stellen werden danach verkleidet und mit Stoffen wohnlich gestalltet. Die Polster werden zugeschnitten und genäht, auch dass kann durchaus eine Polsterei übernehmen. Jetzt noch schnell gepackt und los. Mit Sicherheit müssen noch einige Schrank und Schubladenverschlüsse nachjustiert werden, aber dass sollte die Freude über das eigene Wohnmobil nicht allzusehr trüben. Allzeit eine gute Fahrt  ....................